Produktprüfungen müssen nicht immer teuer sein. Wie lassen sich Kosten begrenzen und Nachbesserungen vermeiden?

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Produktprüfungen müssen nicht teuer sein, wenn ihr Umfang richtig gewählt wird und das Produkt vor Beginn der Tests entsprechend vorbereitet ist. Die größten Ausgaben entstehen oft nicht durch die Prüfung selbst, sondern durch Fehler, die zu spät erkannt werden, durch die Notwendigkeit, das Produkt umzubauen, ein neues Muster anzufertigen oder einen Teil der Messungen zu wiederholen.

Ein gut geplanter Prozess hilft, dieses Risiko zu begrenzen. Deshalb lohnt es sich, das Produkt bereits vor Beginn der Serienproduktion oder vor der Bestellung einer großen Charge beim Lieferanten mit einem Labor zu besprechen.

Sie haben ein Produkt, wissen aber nicht, welche Prüfungen erforderlich sind? Senden Sie uns eine Beschreibung, Fotos und die vorhandenen Unterlagen. Wir helfen Ihnen, die nächsten Schritte festzulegen und den Prozess so vorzubereiten, dass unnötige Kosten und zu spät durchgeführte Nachbesserungen vermieden werden.

1. Warum fürchten Unternehmer die Kosten von Produktprüfungen?

Prüfungen werden häufig mit hohen Kosten, langen Wartezeiten und komplizierten Anforderungen verbunden. Diese Bedenken sind besonders groß bei Unternehmen, die zum ersten Mal ein eigenes Produkt auf den Markt bringen.

Unternehmer wissen nicht immer:

  • welche Prüfungen erforderlich sind,
  • wie viele Muster geliefert werden müssen,
  • ob vorhandene Dokumente genutzt werden können,
  • welche Normen für das jeweilige Produkt gelten,
  • ob jede Variante separat geprüft werden muss,
  • was passiert, wenn das Produkt die Prüfung nicht besteht.

Ohne diese Informationen ist es schwierig, die Kosten einzuschätzen. Wichtig ist jedoch: Eine Kostenschätzung sollte kein zufälliger Betrag sein. Sie sollte sich aus dem Aufbau des Produkts, seiner vorgesehenen Verwendung und dem tatsächlichen Arbeitsumfang ergeben.

2. Wovon hängen die Kosten einer Produktprüfung ab?

Es gibt keine einheitliche Preisliste, die für jedes Produkt passt. Eine einfache Leuchte erfordert einen anderen Arbeitsumfang als ein Gerät mit Sensoren, Funksteuerung, Netzteil und mehreren Betriebsarten.

Auf die Kosten wirken sich unter anderem folgende Faktoren aus:

ElementEinfluss auf die Prüfung
ProduktkonstruktionJe komplexer das Produkt, desto mehr Elemente können eine Überprüfung erfordern
Art der StromversorgungWichtig sind Spannung, Art des Netzteils und Anschlussart
Zusätzliche FunktionenSensoren, Steuergeräte und Funkkommunikation können den Bewertungsumfang erweitern
EinsatzortFür ein Produkt im Wohnbereich, Badezimmer, in einer Halle oder im Außenbereich können unterschiedliche Anforderungen gelten
Anzahl der VariantenEs muss geklärt werden, ob ein Modell die gesamte Serie repräsentieren kann
DokumentationVollständige Informationen erleichtern die Auswahl der Prüfungen und verringern das Risiko von Missverständnissen

Der Preis hängt also vom konkreten Produkt ab und nicht nur von seiner Handelsbezeichnung.

3. Nicht jedes Produkt erfordert denselben Prüfumfang

Die Auswahl der Prüfungen sollte individuell erfolgen. Zwei Produkte, die ähnlich aussehen, können sich in Konstruktion, Spannung, Materialien, Montageart oder Verwendungszweck unterscheiden.

Eine Leuchte für trockene Innenräume kann beispielsweise anderen Anforderungen unterliegen als ein Modell für das Badezimmer oder den Außenbereich. Wichtig ist auch, ob das Produkt als fertiges Gerät, als Bestandteil eines Sets oder als Teil für die weitere Montage verkauft wird.

Deshalb lohnt es sich nicht, ohne vorherige Analyse alle möglichen Prüfungen zu beauftragen. Gleichzeitig sollte man auf notwendige Tests nicht nur deshalb verzichten, um den Preis zu senken. Der passende Prüfumfang sollte die Sicherheit und Konformität des tatsächlichen Produkts bestätigen.

4. Die größten Kosten entstehen oft durch fehlende Vorbereitung

Die teuerste Situation entsteht dann, wenn ein Problem erst nach Produktionsbeginn erkannt wird.

Dann kann sich herausstellen, dass Folgendes erforderlich ist:

  • Austausch einer verwendeten Komponente,
  • Anpassung der Gehäusekonstruktion,
  • Änderung von Leitungen oder Schutzmaßnahmen,
  • Herstellung eines neuen Prototyps,
  • Korrektur von Anleitung und Kennzeichnung,
  • Bestellung neuer Verpackungen,
  • Wiederholung eines Teils der Prüfungen,
  • Verzögerung des Produktverkaufs.

Die Kosten der eigentlichen Prüfung können dann deutlich niedriger sein als die Kosten für die Nachbesserung einer ganzen Produktcharge.

5. Wie kann eine gute Produktvorbereitung die Kosten senken?

Der beste Weg, Ausgaben zu begrenzen, ist ein Gespräch mit dem Labor, bevor die endgültige Produktversion freigegeben wird.

Eine erste Analyse kann helfen, Probleme zu erkennen, die in der Prototypenphase noch leicht korrigiert werden können. Sie kann die Konstruktion, die verwendeten Elemente, die Stromversorgung, die Kennzeichnung oder die Dokumentation betreffen.

Vor der Prüfung lohnt es sich:

  1. die Verwendung des Produkts zu beschreiben,
  2. alle verfügbaren Varianten anzugeben,
  3. Fotos, Zeichnungen und Schaltpläne vorzubereiten,
  4. Unterlagen zu den Komponenten zu sammeln,
  5. festzulegen, welches Muster geprüft werden soll,
  6. über geplante konstruktive Änderungen zu informieren.

So kann das Labor den Arbeitsumfang besser einschätzen, und der Hersteller verringert das Risiko, dass eine falsche Produktversion geprüft wird.

6. Können frühere Prüfberichte und Lieferantendokumente verwendet werden?

Ja, frühere Prüfberichte und Dokumente zu Komponenten können hilfreich sein, ersetzen aber nicht immer die Bewertung des fertigen Produkts.

Wichtig ist, ob das Dokument tatsächlich das verwendete Element, dieselbe Version und den passenden Prüfbereich betrifft. Außerdem muss geprüft werden, ob das Produkt später verändert wurde.

Die Dokumentation eines Netzteils, LED-Moduls oder Steuergeräts kann die Analyse erleichtern. Sie bestätigt jedoch nicht automatisch, dass das gesamte Produkt konform ist. Entscheidend sind auch die Montage der Komponenten, ihre Verbindung, die Wärmeableitung und die verwendeten Schutzmaßnahmen.

7. Bedeutet jede Änderung, dass alle Prüfungen wiederholt werden müssen?

Nicht jede Änderung erfordert, dass der gesamte Prozess von Anfang an wiederholt wird. Es muss jedoch bewertet werden, ob die Modifikation die Sicherheit, die Funktion oder frühere Ergebnisse beeinflusst.

Eine Änderung der Gehäusefarbe kann eine andere Bedeutung haben als der Austausch eines Netzteils, eines Isoliermaterials, eines Steuergeräts oder einer Lichtquelle.

Nach einer Produktänderung können manchmal nur ergänzende Prüfungen erforderlich sein. Die Entscheidung sollte jedoch auf einer technischen Analyse beruhen und nicht auf einer Annahme des Herstellers.

8. Wann sollte ein Produkt am besten beim Labor angemeldet werden?

Am besten geschieht dies in der Prototypenphase, vor der Bestellung einer großen Charge und vor der endgültigen Freigabe der Konstruktion.

Eine Kontaktaufnahme mit dem Labor lohnt sich auch dann, wenn:

  • ein Produkt zum ersten Mal importiert wird,
  • eine wichtige Komponente geändert wurde,
  • eine neue Modellversion entsteht,
  • das Unternehmen die Anforderungen an das Produkt nicht kennt,
  • der Lieferant Unterlagen übergeben hat, aber unklar ist, ob sie ausreichen.

Eine frühe Beratung bedeutet nicht, dass sofort vollständige Prüfungen durchgeführt werden müssen. Sie kann zunächst helfen, die weiteren Schritte zu ordnen.

9. Wie bereitet man sich auf eine Kostenschätzung für Prüfungen vor?

Der Anfrage sollten nach Möglichkeit beigefügt werden:

  • Beschreibung und Verwendungszweck des Produkts,
  • Fotos oder Visualisierungen,
  • technische Parameter,
  • Art der Stromversorgung,
  • Liste der Varianten,
  • elektrischer Schaltplan, falls vorhanden,
  • Anleitung oder deren Entwurf,
  • Produktkennzeichnung,
  • Dokumente zu Komponenten,
  • vorhandene Berichte aus früheren Prüfungen.

Je genauere Informationen das Labor erhält, desto leichter kann es den tatsächlichen Umfang bestimmen und eine verlässliche Kostenschätzung erstellen.

10. Prüfungen senken Risiken und erhöhen nicht nur die Kosten

Prüfungen helfen, Probleme zu erkennen, bevor das Produkt zum Nutzer gelangt. Sie können das Risiko von Reklamationen, Schäden, Verkaufsstopps, Produktrückrufen oder der notwendigen Nachbesserung einer ganzen Charge verringern.

Sie sind daher nicht nur ein formaler Schritt. Sie geben dem Hersteller Wissen über das Produkt und bestätigen, dass die eingesetzten Lösungen überprüft wurden.

11. Wie kann RCC helfen?

Bei RCC helfen wir dabei, Prüfungen passend zum konkreten Produkt, seiner Konstruktion und der geplanten Verwendung auszuwählen. Zunächst analysieren wir das Produkt, die verfügbaren Unterlagen und die Anforderungen des Unternehmens. Anschließend bestimmen wir, welche Maßnahmen erforderlich sein können. So wählt der Kunde keinen zufälligen Testsatz, sondern erhält einen Umfang, der auf sein Produkt abgestimmt ist.

RCC führt unter anderem EMV-, LVD- und RoHS-Prüfungen, photometrische Prüfungen, ingenieurtechnische und konstruktive Prüfungen, Prüfungen von Maschinen und Möbeln sowie die Verifizierung der Dokumentation durch. Den vollständigen Umfang mit Beschreibung der einzelnen Dienstleistungen finden Sie auf der Seite Forschungsdienstleistungen von RCC.

Sie wissen nicht, welche Prüfungen für Ihr Produkt geeignet sind? Sehen Sie sich unser Angebot an oder kontaktieren Sie RCC. Wir helfen Ihnen, den Prozess zu ordnen und die nächsten Schritte zu planen.

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Wir helfen Ihnen, die Inhalte aus dem Artikel in konkrete Anforderungen für Ihr Produkt umzusetzen.