Warum ist die Norm 61000-4-6 so wichtig?
Die Norm 61000-4-6 befasst sich mit leitungsgeführten hochfrequenten Störungen, die über Versorgungsleitungen und Signalanschlüsse übertragen werden. Ihre Bedeutung ergibt sich daraus, dass solche Störungen die Funktion elektrischer und elektronischer Geräte erheblich beeinflussen können. Sie können Fehlfunktionen verursachen oder im Extremfall zu Schäden am Gerät führen.
Was sind die Ursachen von Störungen?
An Geräte angeschlossene Leitungen und Kabel können wie Antennen wirken und elektromagnetische Wellen aus der Umgebung aufnehmen. Die dabei in den Leitungen induzierten Störströme gelangen ins Innere des Geräts und können dessen Betrieb beeinträchtigen. Aus diesem Grund werden Prüfungen zur Störfestigkeit gegenüber leitungsgeführten Störungen durchgeführt, die durch hochfrequente Felder verursacht werden. Typische Quellen solcher Felder sind zum Beispiel tragbare und mobile Funkgeräte verschiedener Dienste sowie andere elektromagnetische Quellen.
Wie werden die Prüfungen durchgeführt?.
Die Prüfbelastung wird an den Stromversorgungsanschlüssen sowie an den Schnittstellenanschlüssen (Eingänge, Ausgänge, Signal- oder Steueranschlüsse) durchgeführt. Das Prüfsystem besteht aus einem Signalgenerator, einem Leistungsverstärker sowie einem Kopplungs- und Entkopplungsnetzwerk, das es ermöglicht, ein Störsignal in das zu prüfende Gerät einzuspeisen. Dadurch können unter Laborbedingungen elektromagnetische Einwirkungen auf die geprüften Geräte und Systeme simuliert werden, die realen Einsatzbedingungen entsprechen.
Welche Geräte werden getestet?
- elektronische und elektromechanische Geräte
- Netzteile
- Beleuchtungssysteme
- Steuer- und Regelungssysteme
- medizinische Geräte
- Industrieanlagen
- elektrische und elektronische Haushaltsgeräte